European Innovative Teaching Award (EITA)

Erfolgreiche Erasmus-Projekte bei der Umsetzung innovativer Unterrichtspraktiken

Junge Schülerinnen und Schüler hören gespannt ihrer Lehrerin zu © Unsplash/CDC

Die Europäische Kommission vergibt im Jahr 2021 erstmalig den "European Innovative Teaching Award" (EITA). Ausgezeichnet werden abgeschlossene Erasmus-Projekte, in denen herausragende Unterrichtspraktiken umgesetzt wurden und die zum Jahresthema der Auszeichnung passen. Das Jahresthema 2021 lautet: "Distance/Blended/Hybrid-Learning". Das Thema wurde im Hinblick auf die besonderen Unterrichtsbedingungen während der Corona-Pandemie ausgewählt und bezieht sich ebenfalls auf den Europäischen Aktionsplan zur digitalen Bildung. Die ausgezeichneten Projekte sollen zeigen, wie Distanzlernen und -lehren und die Einbindung digitaler Tools zu effektivem und inklusivem Unterricht beitragen können. Der Preis wird künftig jährlich in den vier Kategorien vergeben:

  1. vorschulische Bildung
  2. Volksschule
  3. Sekundarschule
  4. berufliche Schule

Die Kommission gibt jedes Jahr ein Thema vor, mit dem sich die ausgewählten Projekte befasst haben sollten.

Die Gewinner/innen des EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 stehen fest!

Wir gratulieren sehr herzlich der Volksschule Oberwart, der Mittelschule St. Agatha sowie der Bundeshandesalakademie Hallein zur Auszeichnung EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021!

Volksschule Oberwart

 

Der EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 in der Kategorie Volksschulen ergeht an die Volksschule Oberwart für das Erasmus+ Projekt „Enhancing Student and Teacher Success Through STEM Education“

Die Volksschule Oberwart setzt ihren Fokus auf IKT, Coding, Robotik und seit COVID auch auf einen gut strukturierten Fernunterricht. Die fächerübergreifende Arbeit im Erasmus+ Projekt "Enhancing Student and Teacher Success Through STEM Education" ermöglichte den Lehrkräften neue Methoden und digitale Tools auszuprobieren und im Unterricht anzuwenden. Die (oft erfolgreiche) Teilnahme an Wettbewerben im Bereich IKT und eLearning bestätigt die erfolgreiche Anwendung der neu erlernten Werkzeuge und Unterrichtspraktiken. Sowohl mit dem Erasmus+ Projekt "Enhancing Student and Teacher Success Through STEM Education" als auch im Alltag der Schule erfüllt die Volksschule Oberwart alle Kriterien für den EITA. ­

Mittelschule St. Agatha

 

Der EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 in der Kategorie Sekundarbildung ergeht an die Mittelschule St. Agatha für das Erasmus+ Projekt „Building Bridges“

Die Mittelschule St. Agatha ist eine kleine Schule im ländlichen Raum Oberösterreichs und hat es über das dreijährige Erasmus+ Projekt geschafft, Schule und Gemeinde um die europäische Dimension zu erweitern. "Building Bridges“ ging es darum, soziale Inklusion und innovative Praktiken im digitalen Zeitalter zu verwirklichen. Das methodologisch breit aufgestellte Projekt setzte auf die in die Digitalisierungsstrategie der Schule eingebetteten Lernformen BITS: Blended Learning, ICT, task-based Learning, self-centered/sociocultural Learning. Durch die Weiterbildung der Lehrkräfte, den Einsatz von digitalen Tools im Unterricht, den Austausch mit den Partnerschulen und Kooperationen mit außerschulischen Einrichtungen und der Gemeinde entwickelte sich die Schule zu einem Vorreiter in Sachen Innovation. ­

Bundeshandelsakademie Hallein

 

Der EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 in der Kategorie Berufsschulen wird verliehen an die Bundeshandelsakademie Hallein für das Erasmus+ Projekt „European Entrepreneurship – your way to be a responsible leader“

Im Zentrum des Projektes der Bundeshandelsakademie Hallein steht das Lernen mit und aus Minicompanies, ICT und CSR. Dabei rückt auch der Austausch mit Peers im europäischen Ausland in den Fokus. Positiv hervorzuheben sind auch die effiziente Weitergabe der neu erarbeiteten Lehr- und Lernmethoden an andere Institutionen, die Etablierung des Entrepreneurship Days in Salzburg und die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Universitäten. Die Umsetzung innovativer Lehr- und Lernmethoden erfordert die Mitwirkung der Schule als Institution sowie den Einsatz von allen Lehrkräften, die in diesem Fall eindeutig gegeben sind und dadurch die Verleihung des EITA rechtfertigen.

Preisverleihung

Die Preisverleihung durch die Europäische Kommission findet am 20. Oktober 2021 statt. Im Jahr 2021 ist eine Online-Veranstaltung geplant, zu der die Preisträgerinnen und Preisträger im Sommer eingeladen werden.

Auswahlverfahren

Die Nominierung der Projekte erfolgte in diesem Jahr auf Grundlage der Abschlussberichte und ihrer Bewertungen. Berücksichtigt wurden alle bis Dezember 2020 abgeschlossenen Projekte im Schulbereich (Key Action 2, School-Exchange-Partnerschaften – sowohl koordinierende Schulen aus Österreich als auch österreichische Partnerschulen in Erasmus+ School-Exchange-Partnerschaften), die im Abschlussbericht mit über 80 Punkten bewertet wurden. Weiteres Kriterium war das vorgegebene Jahresthema "Distance/Blended/Hybrid-Learning“. Eine Bewerbung ist nicht möglich. Eine Jury wählte im April 2021 die österreichischen EITA-Award-Gewinner/innen.

Auf einer Pressekonferenz der Europäischen Kommission am 16. September 2021 werden die Award-Preisträger/innen erstmals bekannt gegeben.