Allianzen für Innovation

Bedienung eines Mischpults in Nahaufnahme © OeAD/Gianmaria Gava

Allianzen für Innovation zählen zu den Innovationspartnerschaften. Diese unterstützen Projekte, die auf europäischer Ebene systemische Wirkung entfalten und erforderliche Kapazitäten haben, um ihre Ergebnisse auf europäischer Ebene einzusetzen bzw. in einen anderen thematischen oder geografischen Kontext zu übertragen.

Die Aktion wird von der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur EACEA in Brüssel betreut (zentrales Verfahren).

Allianzen für Innovation sollen die Innovationskraft Europas stärken. Mittels Zusammenarbeit und Wissensaustausch zwischen Hochschulbildung, beruflicher Aus- und Weiterbildung und dem breiteren sozioökonomischen Umfeld, einschließlich der Forschung, sind sie ein Motor für Innovation.

Sie treiben auch das Angebot neuer Fertigkeiten voran und reagieren auf Qualifikationsdefizite. Dazu entwickeln sie neue Curricula für Hochschulbildung und Berufsbildung und unterstützen Initiativgeist und unternehmerisches Denken in der EU.

Ziele der Aktion

Allianzen für Innovation sollen ein schlüssiges und umfassendes Set sektoraler und sektorenübergreifender Aktivitäten umsetzen, welche an künftige Wissensentwicklungen EU-weit angepasst werden können.

Der Fokus liegt auf digitalen Fertigkeiten. Zudem werden durch den Übergang zu grüner bzw. Kreislaufwirtschaft veränderte Qualifikationen und nationale Curricula benötigt, um den wachsenden beruflichen Bedarf an grünen Fertigkeiten und nachhaltiger Entwicklung zu decken. Eine Einrichtung kann sich für eines oder beide nachfolgenden Lose bewerben (und in mehrere Anträge involviert sein).

Los 1: Allianzen für Bildung und Unternehmen

In diesen transnationalen ergebnisorientierten Projekten kooperieren Partner mit gemeinsamen Zielen zur Förderung von Innovation, neuen Fertigkeiten, Initiativgeist und unternehmerischem Denken. Im Fokus stehen gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen, wie Klimawandel, demografischer Wandel, Digitalisierung, künstliche Intelligenz, rasche Änderungen der Beschäftigungsverhältnisse bedingt durch soziale lnnovation und Anpassungsfähigkeit von Gemeinschaften sowie Arbeitsmarktinnovation.

Los 2: Allianzen für die Branchenzusammenarbeit für Kompetenzen (zur Umsetzung der „Blaupause

Diese erstellen neue strategische Ansätze und Kooperationen für konkrete Lösungen zur Kompetenzentwicklung in bestimmten Wirtschaftssektoren oder Bereichen, die eine wichtige Maßnahme der europäischen Kompetenzagenda für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit, soziale Gerechtigkeit und Widerstandsfähigkeit, den Pakt für Kompetenzen, umsetzen.

Zentrale Anliegen sind konkrete Aktionen für Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Arbeitskräfte bzw. Antworten auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts im Hinblick auf den grünen und digitalen Wandel sowie nationale, regionale und lokale Strategien für Kompetenzen und Wachstum. Mit ihren Ergebnissen, wie z. B. Daten zu sektoralen Kompetenzen, Beschäftigungsprofilen, Weiterbildungsprogrammen, und langfristiger Planung, leisten Allianzen aus Los 2 einen wesentlichen Beitrag zur Arbeit der Branchenpartnerschaften des Pakts für Kompetenzen.

Allianzen aus Los 2 bieten durch kurzfristige Interventionen und langfristige Strategien Lösungen für Qualifikationslücken am Arbeitsmarkt, welche Wachstum, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit bestimmter Branchen hemmen. Diese Allianzen werden in den 14 industriellen Ökosystemen der neuen Industriestrategie für Europa umgesetzt.

Sie unterstützen die Erstellung länderübergreifender Inhalte und Methoden für Aus- und Weiterbildung zur raschen Aufnahme auf regionaler und lokaler Ebene und für neu entstehende Berufe.

Zusammensetzung

Die Anforderungen an die jeweilige Zusammensetzung der Allianzen für Innovation entnehmen Sie bitte dem Programmleitfaden.

Los 1 - Allianzen für Bildung und Unternehmen

  • Laufzeit: 2 oder 3 Jahre
  • Förderhöhe: max. 1 Mio. oder max. 1,5 Mio. Euro pro Projekt

Los 2 - Allianzen für die Branchenzusammenarbeit für Kompetenzen

  • Laufzeit: 4 Jahre
  • Förderhöhe: max. 4 Mio. Euro pro Projekt

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Jede in einem Programmland ansässige Einrichtung (juristische Person) kann die Förderung einer Allianz für Innovation beantragen. Die koordinierende Einrichtung richtet den Förderantrag im Namen aller Projektpartner an die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur EACEA .

Förderfähige Einrichtungen

Als Partner von Allianzen für Innovation, nicht jedoch als Antragsteller, kommen auch Institutionen aus Partnerländern in Betracht. Partnerländer sind grundsätzlich alle Drittstaaten, die nicht an Erasmus+ teilnehmen.