eTwinning-Preis 2021: Auszeichnung für Schulen und ihre europäische Projektarbeit

13. Oktober 2021
eTwinning-Gewinnerschule 2021 - Die WI'MO
Am 13. Oktober 2021 wurden die besten eTwinning-Projekte aus Österreich ausgezeichnet. Auch die Gewinnerschulen des European Innovative Teaching Awards wurden erstmals bei der Preisverleihung geehrt.

Als Initiative der Europäischen Kommission bietet eTwinning seit mittlerweile 16 Jahren allen Pädagoginnen und Pädagogen in Europa – vom Kindergarten bis zur AHS – ein virtuelles Klassenzimmer und eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich mit anderen Schulen in Europa auszutauschen.

Die nominierten Schulen aus sieben Bundesländern trafen sich virtuell per Videokonferenz. Die Lehrkräfte, Direktorinnen und Direktoren, Schülerinnen und Schüler der nominierten Projekte stellten ihre Projektarbeit anhand eingespielter Videos vor und durften ihre Preise – Schulfahrten zu verschiedenen Ausflugszielen in Österreich – entgegennehmen. Spannend aufbereitet und abgerundet durch ein interaktives Quiz zum eTwinning-Jahresthema „Medienkompetenz und Desinformation“ wurde die Online-Preisverleihung vom österreichischen eTwinning-Team. Im Quiz zeigten die über 150 anwesenden Schülerinnen und Schüler beeindruckende Fähigkeiten Fake News zu erkennen. Die Schülerin Elena konnte am schnellsten die richtigen Antworten finden und wurde zur Quiz-Champion gekürt. Sabine Müller führte als Moderatorin durch die Veranstaltung.

Eröffnung der Preisverleihung

Jakob Calice, OeAD-Geschäftsführer, eröffnete die eTwinning-Preisverleihung mit den Worten:

„Es sind heute wieder viele großartige Projekte dabei, die ein Gütesiegel bekommen werden, und die uns zeigen, was mit eTwinning alles möglich ist. Sie zeigen, wie einfach man eTwinning in den Unterricht integrieren kann, wie dadurch der Unterricht europäischer und wie er auch interessanter wird durch diesen internationalen Austausch.“  

Der OeAD als nationale Agentur für Erasmus+ freue sich, so Calice weiter, dass eTwinning mit seinem niederschwelligen Zugang so gut angenommen werde, gleichzeitig wünsche er sich, dass eTwinning auch Mut mache, das eine oder andere größere Erasmus+ Projekt zu starten und vielleicht einmal einen physischen Austausch für Schülerinnen und Schüler zu organisieren. Hier gebe es viele Möglichkeiten im neuen Erasmus+ Programm 2021-2027, in welchem sich auch Lehrkräfte international austauschen können. Da es bereits viele herausragende Erasmus+ Projekte gebe, habe die Europäische Kommission dieses Jahr den European Innovative Teaching Award ins Leben gerufen, mit welchem dieses Engagement der europäischen Projektarbeit zusätzlich ausgezeichnet werden soll.

Der Geschäftsführer betonte, dass der OeAD als vom BMBWF beauftragte Agentur das große Ziel habe, in den nächsten sieben Jahren die Anzahl der Personen, die ins Ausland gehen und Erasmus+ nutzen, zu verdoppeln. Jakob Calice gratulierte den ausgezeichneten Preisträger/innen und bedankte sich bei allen Lehrkräften für das großartige Engagement. Ihre Teilnahme am Erasmus+ Programm mache sie auch gleichzeitig zu Botschafter/innen für dieses wichtige europäische Bildungsprojekt.

Digitalisierung an Schulen

Martin Bauer, Leiter der Abteilung Präs/15 IT-Didaktik, begrüßte die anwesenden Schulen im Namen des BMBWF und unterstrich in seiner Keynote die Wichtigkeit der Digitalisierung für die Gesellschaft und Wirtschaft.

„Die Europäische Kommission gibt mit dem Begriff „Digitale Souveränität“ einen ganz wesentlichen Aspekt vor. Was versteht man darunter? Es geht darum, dass man ein selbstbestimmtes – und damit ist auch ein digital selbstbestimmtes Leben gemeint – führen kann und soll. Dazu wollen wir unsere Kinder und Jugendlichen befähigen. Dies ist eine wesentliche Herausforderung, die wir als Schulsystem insgesamt nehmen müssen.“

Die Schule habe die Aufgabe, den Schülerinnen und Schülern Medienbildung zu vermitteln und so zur digitalen Souveränität beizutragen. Aber es gehe um weit mehr als das, es gehe nicht nur um den digitalen Konsum, sondern auch darum, Kinder und Jugendliche zu befähigen, das Internet aktiv mitzugestalten.

Nationale eTwinning-Qualitätssiegel 2021

Die erste Auszeichnung, das nationale eTwinning-Qualitätssiegel, verlieh Wolfgang Moser, Direktor der Urania Graz. Damit werden eTwinning-Projekte gewürdigt, die durch hohe Qualität und pädagogischen Mehrwert gekennzeichnet sind. An die drei besten Projekte wurde nachfolgend auch der eTwinning-Preis verliehen.

Mit dem nationalen eTwinning Qualitätssiegel 2021 wurden elf Schulen geehrt:

Das BG/BRG Braunau am Inn für die Projekte "1 Second" und "SMILE – the School of Magic Inspiring Learning Experiences", die BHAK/BHAS I Salzburg für das Projekt "Developing pan-national marketing materials", das BRG/BORG Wien 15 für das Projekt "Clean Danube Clean Black Sea", Die WI’MO – Höhere Lehranstalt für Wirtschaft und Mode Klagenfurt für das Projekt "eTw-T-R-A-I-N", die HTL Rankweil für das Projekt "Global Tour Bus", die Mittelschule 2 Wörgl für das Projekt "Caring for our forest, caring for our future", die Mittelschule Haiming für das Projekt "Fit for School – Fit for Life", die Mittelschule Weitensfeld für das Projekt "Littera scripta manet", die TIME-Mittelschule Helfenberg für das Projekt "Stop polluting our water!", die Volksschule Oberwart für das Projekt "Rob & Me 20" und die Volksschule Stainach für das Projekt "International Maths Challenge 2.0".

Die Gewinner/innen 2021

Mit den nationalen eTwinning-Preisen wurden drei Schulen bzw. die projektleitenden Lehrkräfte und ihre Schülerinnen und Schüler für ihre besonders hochwertigen eTwinning-Projekte ausgezeichnet.

Die Preise wurden von Andrea Dorner, Abt. II/13 Österreichisches Auslandsschulwesen im BMBWF, Caroline Jäckl, Leiterin des Europabüros in der Bildungsdirektion für Wien und Samuel Hörster, Abteilung EU-Bildungszusammenarbeit und multilaterale Angelegenheiten im BMBWF feierlich verliehen.

1. Preis

Die WI'MO - Höhere Lehranstalt für Wirtschaft und Mode Klagenfurt

Der erste Preis geht an die Die WI'MO - Höhere Lehranstalt für Wirtschaft und Mode Klagenfurt für das Projekt eTw-T-R-A-I-N unter der Leitung von Gertraud Mitsche.

Das eTwinning-Projekt ist nicht nur pädagogisch äußerst wertvoll, sondern zeichnet sich ebenso durch eine professionelle Projektdurchführung aus. Schülerinnen und Schüler aus insgesamt 10 europäischen Ländern (Spanien, Portugal, Italien, Polen, Belgien, Ungarn, Tschechien, Kroatien, Griechenland und Österreich) arbeiteten in internationalen Teams zusammen. Die Projektaktivitäten fanden während einer virtuellen Bahnreise durch Europa statt. Im Zuge dieser Reise schärften die Schülerinnen und Schüler ihr Bewusstsein für Themen wie Nachhaltigkeit, Internetsicherheit und Fake News, Rassismus und Toleranz, und erweiterten ihre IKT-Kompetenzen. Der Projekttitel steht für T wie Toleranz, R wie Respekt, A wie Aktion, I wie Innovation und N wie Netizens („Bewohner/innen des Internets“).

Die Schülerinnen und Schüler der WI’MO Klagenfurt dürfen sich als Preis über eine Klassenfahrt nach Wien inklusive Führung im Kunsthistorischen Museum freuen.

2. Preis

Bundesrealgymnasium und Bundesoberstufenrealgymnasium Wien 15

Der zweite Preis geht an das BRG/BORG Wien 15 für das Projekt „Clean Danube Clean Black Sea“ unter der Leitung von Sabine Plattensteiner.

Die eTwinning-Partnerschulen in der Türkei, Ungarn, Rumänien, Serbien und Österreich setzten sich mit der Verschmutzung von Flüssen, insbesondere der Donau, und Meeren auseinander. Als herausragend sind vor allem die durchgeführten Aktivitäten zu bewerten. Im Monatsrhythmus standen spezifische Aufgabenstellungen aus unterschiedlichen Lernbereichen auf der Agenda. Das Projekt ist außerdem ein sehr gutes Beispiel dafür, wie sich Erasmus+ und eTwinning ergänzen können.

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen einen Gutschein des Nationalparks Thayatal inkl. Tagesprogramm. Die Fahrtkosten übernimmt eTwinning-Österreich.

3. Preis

Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Braunau am Inn

Der dritte Preis geht an das BG/BRG Braunau am Inn für das Projekt „SMILE - the School of Magic Inspiring Learning Experiences“ unter der Leitung von Sandra Steinbock.

Die Bildungsziele in diesem eTwinning-Projekt waren sehr breit gestreut. Kreative Kompetenz, aber auch sprachliche, technische, naturwissenschaftliche und soziale Kompetenzen wurden gefördert. Das SMILE-Projekt war eine Nachbildung der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, welche sich an junge Teenager richtet, die sich für Magie, Lernen und persönliche Entwicklung interessieren. In Zusammenarbeit mit 7 europäischen Ländern (Irland, Moldawien, Polen, Spanien, Tschechien, Türkei und Österreich) wurde eine virtuelle Schulgemeinschaft geschaffen. Basierend auf den Prinzipien der positiven Psychologie lernten die Schülerinnen und Schüler, Charaktereigenschaften zu stärken, zu kommunizieren und gemeinsam in internationalen Schüler/innengruppen zusammenzuarbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler des BG/BRG Braunau am Inn gewinnen eine Klassenfahrt nach Wien inkl. Führung im Technischen Museum.

Wir danken unseren Sponsoren für die Bereitstellung der Preise: Kunsthistorisches Museum Wien, Technisches Museum Wien und Nationalpark Thayatal.

eTwinning-Schulen in Österreich

Ursula Panuschka, Bereichsleiterin von Erasmus+ Schulbildung und eTwinning im OeAD, verlieh die eTwinning-Schulsiegel an besonders engagierte eTwinning-Schulen. Diese sind in der eTwinning-Welt federführend. Ihre Schulleitungen und Projektlehrkräfte erkennen die Bedeutung und Werte von eTwinning an und verankern sie in den Strategien, der Praxis sowie der Fort- und Weiterbildung der Schule. Wir gratulieren folgenden Schulen zum eTwinning-Schulsiegel 2021/22:

  • Bernoulligymnasium, Wien
  • Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Braunau am Inn
  • Bundesgymnasium/Bundesrealgymnasium Kufstein
  • Bundeshandelsschule und Bundeshandelsakademie Linz
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe des Vereins der Don Bosco Schwestern für Bildung und Erziehung

EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD: Die Gewinner/innen 2021

Die Gewinner/innen des EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD wurden von Ernst Gesslbauer, Direktor für Erasmus+ geehrt.

„Wir möchten diejenigen Schulen vor den Vorhang bringen, die besonders gute europäische Erasmus+ Projekte durchgeführt haben. Es sind aber nicht nur die Schulen, es sind in Wirklichkeit die Lehrerinnen und Lehrer, die wir heute auszeichnen. Es sind die Schülerinnen und Schüler, die bei den Projekten mitmachen, und natürlich gehören auch die Schulleitungen dazu, damit eine europäische Projektarbeit überhaupt möglich ist.“

Der Direktor für Erasmus+ gratulierte folgenden Schulen zu dieser tollen Auszeichnung:

Volksschule Oberwart

Der EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 in der Kategorie Volksschulen ging an die Volksschule Oberwart für das Erasmus+ Projekt „Enhancing Student and Teacher Success Through STEM Education“.

Mittelschule St. Agatha

Der EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 in der Kategorie Sekundarbildung ging an die Mittelschule St. Agatha für das Erasmus+ Projekt „Building Bridges“.

Bundeshandelsakademie Hallein

Der EUROPEAN INNOVATIVE TEACHING AWARD 2021 in der Kategorie berufsbildende Schulen ging an die Bundeshandelsakademie Hallein für das Erasmus+ Projekt „Entrepreneurship Education – your way to be a responsible leader“.