Lehre ohne Grenzen - Erasmus+ für Berufsschulen

Zukunftsorientiere Berufsschule und motivierte Lehrlinge: Sie möchten Ihren Lehrlingen eine einmalige Erfahrung im Ausland und eine abwechslungsreiche Ausbildung bieten? Ihren Unterricht durch neue Inputs bereichern? Netzwerke in Europa und der ganzen Welt aufbauen?

Im Rahmen von Erasmus+ Berufsbildung können Lehrlinge Auslandspraktika von zehn Tagen bis zu einem Jahr absolvieren oder an Berufswettbewerben teilnehmen. Diese Auslandsaufenthalte sind unter gewissen Voraussetzungen sogar weltweit möglich. Auch Lehrkräfte von Berufsschulen können sich mit Erasmus+ im Ausland weiterbilden oder dort unterrichten.

Wie hoch ist der finanzielle Zuschuss durch Erasmus+?

Die Teilnehmer/innen werden mittels Reisekostenzuschuss sowie Tagessätzen gefördert, die entsendende Organisation erhält für den organisatorischen Aufwand außerdem einen Pauschalsatz pro Teilnehmenden. Zuschüsse für Begleitreisen und vorbereitende Besuche sind ebenfalls möglich. In der Grafik unten finden Sie einige Beispiele:

Praktikum für 2 Wochen in Berlin:  Reisekostenzuschuss + Tagessätze: 275 Euro + 14x36 Euro = 779 Euro  Reisekostenzuschuss (Green Travel) + Tagesätze: 320 Euro + 14x36 Euro = 824 Euro  Organisatorische Unterstützung: 350 Euro  Praktikum für 3 Wochen in Dublin:  Reisekostenzuschuss + Tagessätze: 275 Euro + 14x42 Euro + 7x29 Euro = 1.066 Euro  Organisatorische Unterstützung: 350 Euro  Praktikum für 4 Wochen in Malta:  Reisekostenzuschuss + Tagessätze: 275 Euro + 14x36 Euro + 14x25 Euro = 1.129 Euro  Organisatorische Unterstützung: 350 Euro

Wie können Berufsschulen an Erasmus+ teilnehmen?

Jeder Erasmus+ Aufenthalt muss von einer entsendenden Organisation im Rahmen von Erasmus+ Projekten abgewickelt werden.

Als Berufsschule können Sie und Ihre Lehrlinge am Programm teilnehmen, indem Sie sich einem Mobilitätskonsortium anschließen oder einen eigenen Antrag stellen. Bei eigener Antragstellung gibt es zwei Möglichkeiten: Die Akkreditierung für eine langfristige Teilnahme am Programm oder das Kurzfristige Projekt für Neueinsteiger oder wenn Sie nur gelegentlich Auslandspraktika organisieren möchten.

Wichtige Fristen:

Teilnahme an einem Mobilitätskonsortium:                                       laufend

Einreichfrist (jährlich) Antragstellung Akkreditierung:                    Oktober                                           

Einreichfrist (jährlich) Antragstellung Kurzfristiges Projekt:          Februar

An wen kann ich mich als Berufsschule wenden?

Alle Infos zu Voraussetzungen, Antragstellung und Abwicklung von Erasmus+ Projekten finden Sie unter Erasmus+ Berufsbildung.

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Elisabeth Schmid, Obfrau der Volkshochschule Hohenems © Volkshochschule Hohenems

Auf einer Skala von 1-10: Wie erfolgreich möchtest du in deiner beruflichen Karriere sein? DU erhöhst mit einem Auslandspraktikum deinen Marktwert. DU zeigst, dass du in der Lage bist, deine sichere Komfortzone zu verlassen. DU hast während des Auslandspraktikums die Chance dich mit gleichaltrigen Lehrlingen auszutauschen und gemeinsam die Freizeit zu verbringen. DU erweiterst dein Fachwissen, deine praktischen Fertigkeiten und Arbeitstechniken. DU entwickelst dich weiter, fachlich wie persönlich, und profitierst von einem neuen Mindset. DU vertiefst deine Fremdsprachenkenntnisse oder kannst eine neue Sprache erlernen. DU erkennst die Bedeutung der EU als lukrativen Lebens- und Wirtschaftsraum. DU bist gefordert dich auf „Neues“ einzulassen, flexibel und spontan auf neue Herausforderungen zu reagieren, und dich einer neuen Kultur anzupassen.
Elisabeth Schmid, Obfrau der Volkshochschule Hohenems

Franz Heffeter, Obmann Verein ALE – Arbeiten und Lernen in Europa © Photoaustria

Schüler/innen und Studierende gehen gerne für ein Praktikum ins Ausland, Lehrlinge aber ganz selten. Viele Betriebe wären unserer Erfahrung nach bereit, ein Auslandspraktikum zu unterstützen, es fehlen aber oft die Erfahrung damit oder personelle und zeitliche Ressourcen, sich mit der Vorbereitung zu beschäftigen. Auch der Kostenfaktor spielt häufig eine Rolle. Erasmus+ fördert aber Auslandspraktika von Lehrlingen genauso großzügig wie von Schülern und Schülerinnen. Organisationen wie ALE – Arbeiten und Lernen in Europa unterstützen Euch und Eure Betriebe, wie man am besten zu einer Praxisstelle kommt und übernehmen die bürokratische und finanzielle Abwicklung. Auch der Betrieb profitiert davon, wenn sich der Horizont der Ausbildung erweitert und motivierte junge Menschen aus dem Praktikum zurückkommen. Seid mutig und macht eine berufliche Erfahrung im Ausland! Es ist eine großartige Bereicherung, die ihr nicht bereuen werdet!
Franz Heffeter, Gründer und Obmann des Vereins ALE – Arbeiten und Lernen in Europa

Petra Faullend & Katharina Schmidhofer, Standortagentur Tirol © Standortagentur Tirol

Erasmus+ ist auch was für Lehrlinge! Bereits während der Ausbildung berufliche Auslandserfahrung zu sammeln ist für viele schon zur Normalität geworden. Warum sollen nicht auch Lehrlinge den Schritt ins Ausland wagen? Ein Auslandspraktikum bietet Lehrlingen die großartige Chance sich beruflich und menschlich weiterzuentwickeln. Neben dem Kennenlernen neuer Arbeitstechniken und Firmenstrukturen kommt die Förderung von sozialen Fähigkeiten nicht zu kurz. Gemeinsam unterstützen die Standortagentur Tirol, die AK und das Land Tirol im Rahmen des ERASMUS+ Projekts „TirolerInnen auf der Walz“ Lehrlinge bei ihren Berufspraktika im Europäischen Ausland. Wir freuen uns, wenn wir Ausbildungsbetriebe und deren Lehrlinge beim Sprung ins Ausland unterstützen dürfen.
Petra Faullend & Katharina Schmidhofer, Standortagentur Tirol

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