Small-Scale Partnerships

Drei sitzende Volksschulkinder in Klassenraum drehen sich von Tafel weg und blicken in die Kamera © OeAD/Gianmaria Gava

Small-Scale Partnerships sind Kooperationen von

  • mindestens zwei Einrichtungen
  • aus zwei verschiedenen Programmländern.

Small-Scale Partnerships sollen kleineren Akteuren und schwer zu erreichenden Zielgruppen den Zugang zum Programm Erasmus+ erleichtern. Im Vergleich zu Cooperation Partnerships sind die Förderbeträge niedriger, die Projektdauer kürzer und der Verwaltungsaufwand geringer. Mit einer niedrigen Eintrittsschwelle richten sich Small-Scale Partnerships an wenig erfahrende Einrichtungen und Programm-Neulinge mit eingeschränkten Kapazitäten für Organisatorisches.

Die Aktion unterstützt auch flexible Formate, bei der Aktivitäten mit transnationalem und nationalem Charakter kombiniert werden, stets jedoch mit einer europäischen Dimension. So sollen Einrichtungen mehr Mittel zur Verfügung haben, um Menschen mit erhöhtem Förderbedarf zu erreichen. Small-Scale Partnerships können auch länderübergreifende Netzwerke aufbauen und Synergien mit bzw. zwischen lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Maßnahmen ausschöpfen.

  • Laufzeit: 6 bis 24 Monate
  • Förderhöhe: 30.000 oder 60.000 Euro pro Projekt

Bildungspolitische Prioritäten

Das Programm Erasmus+ gibt jährlich verschiedene bildungspolitische Prioritäten vor. Small-Scale Partnerships leisten mit ihren Ergebnissen Beiträge zu deren Erreichen.

Folgende vier Prioritäten gelten für alle Erasmus+ Sektoren:

  • Inklusion und Diversität
  • Umwelt und Kampf gegen den Klimawandel
  • Digitaler Wandel durch Entwicklung digitaler Gewandtheit, Resilienz und Kapazität
  • Gemeinsame Werte, ziviles Engagement und Teilhabe

Darüber hinaus gibt es Prioritäten für den jeweiligen Sektor (siehe Programmleitfaden Teil B, Leitaktion 2). Jedes Projekt muss mindestens eine der vier allgemeinen oder eine spezifische Priorität der Berufsbildung ansprechen. Für Österreich sind keine nationalen Prioritäten vorgesehen.

Wichtige Aspekte für das Projektdesign

  • Ökologische Nachhaltigkeit – Umweltfreundlichkeit und grüne Praktiken
  • Inklusion und Vielfalt – Chancengleichheit, gleichberechtigter Zugang, Inklusion und Fairness
  • Digitale Dimension – virtuelle Zusammenarbeit und Experimentieren mit virtuellen und Blended-Learning Möglichkeiten, Nutzung von Plattformen wie eTwinning, School Education Gateway, EPALE, European Youth Portal, European Youth Strategy Platform für die Zusammenarbeit vor, während und nach dem Projekt

Förderfähige Einrichtungen

Erasmus+ fördert Small-Scale Partnerships zwischen allen möglichen Einrichtungen, die in den Bereichen Bildung, Jugend, Sport oder anderen sozioökonomischen Sektoren agieren, ferner auch Einrichtungen mit sektorenübergreifender Ausrichtung (wie etwa Behörden, Einrichtungen für Anerkennung und Validierung, Sozialpartner, Handelsorganisationen, Beratungszentren, Kultur- und Sporteinrichtungen).

Wer kann einen Förderantrag stellen?

Jede in einem Programmland ansässige Einrichtung (juristische Person) kann die Förderung einer Small-Scale Partnership beantragen. Die koordinierende Einrichtung richtet den Förderantrag im Namen aller Projektpartner an die nationale Erasmus+ Agentur ihres Landes.

Einzelpersonen können die Förderung einer Small-Scale Partnership nicht beantragen.