Ausgezeichnete Projekte

Österreichischer Jugendpreis 2017: Non-formal education in the integration of Unaccompanied Minor Refugees

JugendarbeiterInnen aus Armenien, Finnland, Italien, Mazedonien, Polen, Griechenland, Türkei und Österreich kamen zu dieser Fachkräftemobilität in Trofaiach zusammen. Dabei drehte sich alles um den Einsatz non-formaler Bildungsmethoden im Zusammenhang mit der Integration jugendlicher Flüchtlinge. Neue Methoden wurden vorgestellt, ausprobiert und weiterentwickelt. Das Besondere war, dass die Teilnehmenden direkt in Kontakt mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen waren, die in Trofaiach betreut werden. Dadurch konnten sie direkt von der Zielgruppe Rückmeldung zu den entwickelten Methoden abholen. Neue Spiele und Infomaterialien entstanden, die sowohl den jungen Flüchtlingen vor Ort zugutekommen als auch den Partnerorganisationen in den verschiedenen Ländern.

Projektträger: InterAktion - Verein für ein interkulturelles Zusammenleben

Österreichischer Jugendpreis 2017: EVS goes Carinthia

Bei diesem Freiwilligeneinsatz lag der Fokus auf der Kinder- und Jugendarbeit in Kärnten. Zwei Europäische Freiwillige aus Rumänien und Estland waren im Jugendzentrum Youth Point Don Bosco Siebenhügel sowie im Jugendzentrum der Stadt Villach aktiv. Ziel des Einsatzes war es, den europäischen Gedanken in die alltägliche Jugendarbeit einfließen zu lassen, Weltoffenheit zu fördern und die Jugendlichen in ihren Eigeninteressen zu unterstützen. Die Freiwilligen waren in die Organisation von Workshops und Jugendkulturveranstaltungen eingebunden. Sie lernten Netzwerke der Jugendarbeit kennen, waren Ansprechpartnerinnen für junge Menschen und hatten die Möglichkeit eigenständig Ideen und Projekte umzusetzen, wie etwa ein EU-Info-Café, Kreativworkshops oder Urban Gardening.

Projektträger: GEMMA - Germeshausen und Mak

Österreichischer Jugendpreis 2017: peacecamp 2016: Zusammen Leben

37 Jugendliche aus Ungarn und Österreich sowie jüdische und arabische Teenager aus Israel trafen sich bei dieser Jugendbegegnung. Auch minderjährige Asylwerber_Innen nahmen an dieser Begegnung teil. Die Jugendlichen tauschten sich über ihre persönliche Lebensgeschichte, Kultur und Religion aus. Das persönliche Kennenlernen und der direkte Austausch halfen Vorurteile abzubauen. Neben Outdoor-Aktivitäten, Diskussionen in Großgruppen und Reflexionsrunden konnten die Jugendlichen in die Situation anderer TeilnehmerInnen schlüpfen und deren Perspektive einnehmen. Sie erarbeiteten eine „show4peace“, die öffentlich aufgeführt wurde. Die TeilnehmerInnen bekamen ein Zertifikat „Ambassadors of Peace“, damit sie weiterhin als FriedensbotschafterInnen aktiv sind.

Projektträger: 4Peace - Verein zur Förderung der politischen Mündigkeit

Österreichischer Jugendpreis 2017: International Youth Exchange: Be the change!

Mehr als 50 Jugendliche aus 15 Ländern, die in Betreuungseinrichtungen oder Pflegefamilien aufgewachsen sind, trafen sich bei dieser Jugendbegegnung in Wien. Die Jugendlichen setzten sich mit ihrer eigenen Lebensrealität auseinander. Sie beschäftigten sich mit ihren Zukunftsplänen, Hoffnungen und Träumen. Sie erarbeiteten gemeinsam zehn Standards für den Übergang in ein eigenständiges Leben. Höhepunkt war schließlich die Teilnahme an einem internationalen Fachkongress bei dem mehr als 600 ExpertInnen aus der Kinder- und Jugendhilfe zusammenkamen. Hier präsentierten die Jugendlichen ihre entwickelten Standards und FICE International sowie das International Child and Youth Care Network erkannten diese offiziell an.

Projektträger: FICE - Austria, Österreichische Sektion der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen

Österreichischer Jugendpreis 2017: People on the move. A meeting on refugee-politics, oral history and humanitarian help

21 Jugendliche aus Österreich, Griechenland und Slowenien waren zu dieser Jugendbegegnung auf der Insel Lesbos zusammengekommen. Die Jugendbegegnung hatte zum Ziel, nationale und persönliche Perspektiven auf das Thema Flucht und Flüchtlingshilfe auszutauschen, zu erweitern und ein Stück Zeitgeschichte zu schreiben. Mit dem Ansatz der Oral History wurden ZeitzeugInnen der großen Fluchtbewegung interviewt: Flüchtlinge, FlüchtlingshelferInnen, BewohnerInnen, NGOs, PolizistInnen, RettungsschwimmerInnen und Hoteliers wurden befragt. Auch neu entstandene historische Orte auf der Insel wurden besucht, wie das „Lifejacket-cemetery“, das Flüchtlingslager „Moria“ oder die „No-boarders-kitchen“. Aus den gesammelten Geschichten konnten die TeilnehmerInnen ein Gegenbild zur jeweils eigenen nationalen Medienberichterstattungen gewinnen und aufzeigen.

Projektträger: Die Graswurzelbrücke_Graswurzelbewegung für internationale Netzwerke

Österreichischer Jugendpreis 2017: Overcome borders - Grenzen überwinden

Seit 2001 werden in der Pfarre Hildegard Burjan EFD-Freiwillige aufgenommen. In diesem Projekt unterstützten die Freiwilligen auch regelmäßig die Seniorinnen und Senioren der Gemeinde. Sie gaben Impulse zum Gedächtnistraining und halfen bei der Integration in die lokale Gemeinschaft. Auch unterstützten sie in der Nachbarschaft und Region, indem sie alte und behinderte Menschen regelmäßig besuchten, beim jährlichen Nachbarschaftsfest mithalfen und bei dem Caritas-Lebensmittelprojekt LeO unterstützten. Die Europäischen Freiwilligen sind Teil eines größeren sozialen Netzwerkes und tragen durch ihre Mitwirkung auch aktiv zum Generationendialog bei.

Projektträger: Pfarre Hildegard Burjan, Wien

Österreichischer Jugendpreis 2016: Gewinnerprojekt Youth EVS Tirol 2014

Projektträger: Verein Generationen und Gesellschaft

Fünf Jugendliche aus Litauen, Spanien, Bulgarien und der Türkei waren in Jugendeinrichtungen in der Medienarbeit, bei der Veranstaltungsorganisation und im Projektmanagement in Telfs, Innsbruck, Hall in Tirol, Schwaz und Kirchbichl im Einsatz. Die Freiwilligen gestalteten u.a. ein Radioprogramm, entwickelten eine Poster-Kampagne über Migration und Flucht und wirkten bei diversen Veranstaltungen aktiv mit. Alle Freiwilligen gewannen viel Selbstvertrauen, verbesserten ihre Sprachkenntnisse in Englisch und Deutsch maßgeblich, weiteten ihre sozialen und beruflichen Kompetenzen aus und trugen viel zum kulturellen Austausch in den jeweiligen Gemeinden bei. Vier der fünf Freiwilligen fanden unmittelbar im Anschluss an ihren EFD einen Job.

Österreichischer Jugendpreis 2016: Gewinnerprojekt Europe – Identity under (de)construction

Projektträger: Informelle Gruppe

40 junge Menschen aus Österreich, Bulgarien, Polen und Spanien kamen zu dieser von einer Gruppe junger Menschen organisierten Jugendbegegnung in Salzburg zusammen. Auf spielerische Weise setzten sich die TeilnehmerInnen mit dem Thema Europäische Identität auseinander: Mithilfe von Theater, Texten, Musik, Fotos, Film, Radio und Video reflektierten sie ihre persönlichen Standpunkte sowie gemeinsame Kontexte und schufen ihre eigenen sozialen und politischen Handlungsspielräume. In mehreren Kunstaktionen und Straßentheater-Performances im öffentlichen Raum wurde das Thema einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Auch lokale und regionale Medien wurden erfolgreich eingebunden und dadurch zusätzliche Aufmerksamkeit generiert. Der Wunsch die Zusammenarbeit fortzusetzen führte schließlich zu weiteren Folgeprojekten.

Österreichischer Jugendpreis 2016: Picturing the Global South: The Power behind Good Intentions

Projektträger: Service Civil International Österreich

24 TeilnehmerInnen aus Freiwilligenorganisationen aus neun europäischen Ländern kamen im November 2015 bei dieser Fachkräftemobilität in Wien zusammen, um sich mit Machtstrukturen und Normen sowie Qualitätsentwicklung im Kontext von Freiwilligeneinsätzen im Globalen Süden auseinanderzusetzen. Im Rahmen des Seminars wurde auch eine öffentliche Diskussionsveranstaltung organisiert und so das Thema weiteren Personen zugänglich gemacht. Zudem wurde ein Toolkit erstellt, das die Ergebnisse des Seminars zusammenfasst und Methoden zur Vorbereitung von Freiwilligen bei Nord-Süd-Einsätzen sowie viele kritische Denkanstöße bereitstellt. Das Toolkit steht online kostenlos zum Download bereit. Das Training leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung und Qualitätsentwicklung in der Freiwilligenarbeit.

Österreichischer Jugendpreis 2016: Gewinnerprojekt Jump in!

Projektträger: Plattform Generation Europa

Der Verein Plattform Generation Europa startete dieses Europäische Freiwilligenprojekt in Jordanien und entsendete Johanna Damböck. Vor Ort engagierte sie sich in einem Flüchtlingslager und brachte den Kindern und Jugendlichen Englisch bei. Zudem organisierte sie Aktivitäten zu Jugendpolitik und Sozialer Beteiligung und brachte sich bei der Entwicklung neuer Projekte ein. Solche Freiwilligeneinsätze leisten einen wichtigen Beitrag für den Kontaktaufbau und Dialog mit der arabischen Welt. Johanna Damböck konnte ihre neu erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten schließlich bei einer Entwicklungshilfeorganisation einsetzen. Weitere Auslandseinsätze für junge Menschen in Partnerländern im arabischen Raum sind geplant, um den Dialog und Austausch zwischen Europa und den Ländern des Mittleren Ostens zu fördern.

Österreichischer Jugendpreis 2016: Gewinnerprojekt Keys to employability – Intercultural Competence

Projektträger: JuKult Jugend und Kulturverein

Diese Fachkräftemobilität brachte 25 JugendarbeiterInnen und in der Jugendarbeit Aktive aus Österreich, Armenien, Bulgarien, Deutschland, Georgien, Moldawien, Portugal, Rumänien, Ukraine und Weißrussland zusammen. Ziel war es, Methoden und Tools kennenzulernen, die jungen Menschen bei der Entwicklung von Interkulturellen Kompetenzen helfen und damit auch ihre Beschäftigungsfähigkeit fördern. Dabei kam eine Vielfalt an Methoden zum Einsatz: Rollenspiele, Simulationen, Workshops, Gruppendiskussionen, eine NGO-Messe sowie eine Open Space-Session. Anhand der Inputs wurden ein Netzwerk für weitere Kooperationen gebildet sowie Ideen und Konzepte für Follow-Up-Projekte entwickelt. In Seminaren, Meetings und Workshops in den jeweiligen Herkunftsländern gaben die TeilnehmerInnen ihr erworbenes Wissen an andere weiter.