Erasmus+ Botschafterin Schulbildung 2018: Kristina Gugerbauer

Europäische Mittelschule Neustiftgasse, Wien

Europäische Arbeit

Kristina Gugerbauer war selbst viel im Ausland unterwegs: Studiert hat sie in den USA, in Spanien, in Finnland und in Österreich und weiß somit aus eigener Hand, wie wertvoll der Blick über den Tellerrand ist. Als Lehrerin einer sprachlich und kulturell diversen Klasse an einer Europäischen Mittelschule ist es ihr wichtig, die Vielfalt optimal zu nutzen und ihren Teil zu einer friedlichen, nachhaltigen Gesellschaft beizutragen. Die Multikulturalität an der Europäischen Mittelschule Neustiftgasse wird aktiv als Ressource genutzt. So sollen sich alle neu an gekommenen Schüler/innen und Eltern optimal betreut fühlen. Alle Schüler/innen sollen die Wertschätzung in der Schule spüren und strukturiert in das Netzwerk der Schule eingegliedert werden.

Steckbrief

Gugerbauer hat bereits an drei länderübergreifenden Schulprojekten zur Vielfalt und Verbesserung der Unterrichtsqualität mitgewirkt. Im Rahmen dieser Projekte konnte sie sich zur Multiplikatorin für gelungene Integration weiterbilden. Sie möchte noch viele Lehrer/innen darin bestärken, positiv mit der zunehmenden Vielfalt an Österreichs Schulen umzugehen. Gelungene Integration aller Schüler/innen – insbesondere der Migrant/innen – liegt ihr am Herzen.

»Das EU-Projekt ›Stark durch Vielfalt‹ hat mich bestärkt, mich auf europäischer Ebene auszutauschen, wenn es darum geht, Integration zu fördern und Vielfalt für alle positiv zu nutzen. Schließlich stehen viele europäische Städte vor denselben Herausforderungen. «

Persönliche und berufliche Erfolge

Im Rahmen von »UDEL21 Use Diversity To Enhance Learning« hat Gugerbauer einen Workshop entwickelt, wie sie in Zukunft ihr Wissen an andere Lehrer/innen weitergeben kann. Ferner hat sie zahlreiche Good-Practice-Beispiele zur Hand, die sie zum Großteil bereits einsetzt, um Diversität positiv zu nutzen.

Eindrücke

Die Lehrkräfte an der Europäischen Mittelschule Neustiftgasse wollten durch die EU-Projekte ihr persönliches Repertoire erweitern, um Schüler/innen bestmöglich zu unterstützen, gut und friedlich miteinander auszukommen. Im Rahmen der EU-Projekte konnte die Schule einen Rahmen schaffen, in dem alle voneinander lernen, Vorurteile reduzieren und Toleranz aktiv leben. Konkret wurde eine Mappe für Klassenvorstände entwickelt, die die Pädagog/innen bei der Integration von neu angekommenen Migrant/innen unterstützt und die Integrationsmaßnahmen wie Willkommensspiele für verschiedene Gegenstände beinhaltet. Die Schule hat durch die EU-Projekte ihre Repertoires an interkultureller Bildung – auf Ebene der Direktion, des Kollegiums und der Schüler/innen – erweitert. Die Pädagog/innen haben theoretische und praktische Strategien erlernt, um als Akteur/innen in der Schulbildung in einem Land mit heterogener Bevölkerung positiv mit Diversität umzugehen.