Innovative Bildungsansätze für digitale und kulturelle Inklusion

2015-1-AT01-KA104-004796

atempo Betriebsgesellschaft mbH, Graz

Partnereinrichtungen: Euneos Oy (FI), Kehitysvammaliitto ry (FI), University of East London (UK), UrAbility (IE)

Ein Kernbereich der Arbeit von atempo ist die inklusive Erwachsenenbildung von Menschen mit Lernschwierigkeiten und/oder Behinderung. Ein Grundpfeiler der Bildungsmaßnahmen ist die digitale Basisbildung und Inklusion der Zielgruppe. Inspiriert von der Überzeugung des revolutionären Innovationspotenzials von iPads und Tablets wurde begonnen, neue mobile Endgeräte und Medien einzubeziehen.

Es werden sowohl interne Tablet-Schulungen für Menschen mit Lernschwierigkeiten angeboten, als auch externe europaweite Kurse für Erwachsenenbildner/innen, Lehrer/innen und Sozialpädagog/ innen. Um die Modernisierung des Bildungsbetriebs kontinuierlich voranzutreiben, ist unter anderem auch eine »digitale « Qualifizierung der im Training und im Jobcoaching tätigen Mitarbeiter/innen erforderlich.

Neben der digitalen Basisbildung spielt bei atempo auch der Aspekt der kulturellen Inklusion eine große Rolle. Hierbei geht es um den Zugang zum kulturellen Erbe und zur Kunst. Gerade für Menschen mit Lernschwierigkeiten und mit Behinderungen sind innovative Ansätze in der Kunstvermittlung besonders wichtig.

Langfristig soll das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Rolle von atempo als inklusiver und europäischer Erwachsenenbildungsanbieter leisten und damit die (digitale) Inklusion von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Europa vorantreiben. Dafür wurden fünf Fachmitarbeiter/innen durch die Teilnahme an strukturierten europäischen Kursen im Umgang mit und der Anwendung von Tablets geschult. Ein Trainer wurde zu einem speziellen Kurs nach Irland zum Thema Tablets in der Basisbildung entsandt. Zwei Trainer/innen nahmen an einem Tablet- Kurs in Spanien teil, der primär den schulischen Einsatz von Tablets zum Thema hatte, aber auch allgemeine Bedienungsgrundlagen vermittelte. Eine Trainerin und ein Jobcoach wurden zu einem speziellen Kurs für den inklusiven Einsatz von Tablets nach Finnland entsandt. Zwei Trainer/innen führten eine Hospitation zum Thema kulturelle Inklusion in England durch.

Das Projekt wurde von einem Projektkoordinator vorbereitet, begleitet und evaluiert. Die Kursbesuche wirken auf unterschiedlichen Ebenen: Sie dienen dem Erwerb von Mitarbeiterkompetenzen in der Nutzung von Tablets, der Vernetzung und des Erfahrungsaustauschs auf europäischer Ebene und sie steigern letztlich die Qualität und damit die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen nationalen und internationalen inklusiven Bildungsangebots. Langfristig gesehen soll das Erasmus+ Mobilitätsprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Rolle von atempo als inklusiver, innovativer, kompetenter und europäischer Erwachsenenbildungsanbieter leisten und damit die (digitale) Inklusion von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Europa vorantreiben.