Leadership & Conflict Skills For Troubled Times

18. Mai 2021 MobilitätsprojekteErwachsenenbildung
Ein Ziel des Projekts war, stärkende Praktiken in Bereichen zu entwickeln, die für das Zusammenleben in sozial vielfältigen Gemeinschaften am dringendsten benötigt werden.

Koordinierende Einrichtung

Verein Gewaltfreie Kommunikation Austria

Partnereinrichtungen

Giraffe Social Enterprises CIC (UK)

Zusammenfassung

Das Projekt „Leadership & Conflict Skills for Troubled Times“ entstand durch das österreichische Netzwerk „Verein Gewaltfreie Kommunikation Austria“ als Antwort auf die politischen und sozialen Veränderungen in Österreich. Gewaltfreie Kommunikation Austria ist bestrebt, Menschen zu ermutigen und zu befähigen, den zunehmenden Spaltungen in der Gesellschaft durch Dialog, empathisches Zuhören, Mediation und Konfliktfähigkeit zu begegnen und den Brückenschlag innerhalb der zunehmenden Polarisierung zu fördern.

Ein Ziel dieses Projekts war, Kommunikationsfähigkeiten und stärkende Praktiken in Bereichen zu entwickeln, die für das Zusammenleben in sozial vielfältigen Gemeinschaften am dringendsten benötigt werden. Darüber hinaus wollte man von Best-Practice-Beispielen lernen und sich Wissen und Führungsqualitäten aneignen, um als Vorbild zu dienen sowie Zivilcourage und stärkende Praktiken in der österreichischen Gesellschaft zu verbreiten.

Die Förderung EU-weiter Verbindungen und engagierter Beziehungen zur Fortsetzung eines kontinuierlichen Wissenstransfers ist ein weiteres Ziel dieses Projekts. An dem Projekt nahmen fünf Personen aus ganz Österreich teil, die Schulungen in Non-Violent-Communication (NVC) anbieten oder über Grundkenntnisse der Prinzipien von NVC verfügen und sich in diese Richtung weiterbilden wollten. Die Teilnehmer/innen haben verschiedene berufliche Hintergründe wie die Arbeit mit Flüchtlingen oder Arbeitslosen, dem Empowerment von Frauen, Arbeit mit psychischer Gesundheit um nur einige zu nennen.

Das Projekt umfasste einen Sitzungstag vor Ort, ein 9-tägiges Intensivtraining (IIT – International Intensive Training for Nonviolent Communication) durch Giraffe Social Enterprises CIC in Birmingham (UK) im Winter 2018, neun Telefonkonferenzen, Peer-Calls, wöchentliche 1on1-Anrufe und die Erstellung und Auswertung eines Projekts, das auf wiederherstellenden Praktiken und gewaltfreier Kommunikation für den Umgang mit Konflikten basiert. Die Teilnehmer/innen schufen eine Reihe von Disseminierungsprojekten unter anderem zu Themen wie Alltagsmediation und Konfliktkompetenz, Zivilcourage sowie Teamkommunikation und Achtsamkeitskultur. Darüber hinaus wurde das Projekt beim jährlichen Treffen des österreichischen NVC-Netzwerks vorgestellt, was dem weiteren Erfahrungs- und Wissensaustausch dienlich war. Kernmethoden für das Erasmus+ Projekt waren laufende Peer-Mentor-Beziehungen innerhalb der Teilnehmer/innen-Gruppe. Selbstreflexion, Evaluation und Peer-Feedback spielten eine Schlüsselrolle für die persönliche Entwicklung und das Wachstum jeder/s Einzelnen sowie für die Gestaltung des Projekts.

Das Ergebnis ist eine ausgebildete Gruppe von Personen, die über integrierte Instrumente und Fähigkeiten verfügen, um eine Führungsrolle zu übernehmen, wenn es um Konflikte oder die Bewältigung der Herausforderungen von unsicheren Zeiten geht. Durch intensive Rückkopplungsschleifen von Peers sowie Mentorinnen und Mentoren haben die Teilnehmer/innen eine starke Basis in sich selbst und in ihrem neuen Unterstützungsnetz. Durch die fortgesetzten Interaktionen aller Mitwirkenden, machen sie sich gegenseitig Mut, mit Zivilcourage und Vorbildfähigkeiten für mehr Mitgefühl und Verständnis in unserer Gesellschaft aufzutreten.

Das Training im Ausland vermittelte Fähigkeiten an die Teilnehmer/innen, die diese in anderen Projekten weitergeben. Neue Kooperationen, insbesondere mit Teilnehmer/innen aus anderen europäischen Ländern, fördern einen kontinuierlichen Wissensaustausch und laufende, internationale Projekte und persönliche Beziehungen. Langfristig gesehen ist eine umfassendere Auseinandersetzung mit gewaltfreien Werten und die aktive Teilnahme an der Gesellschaft in den Heimatgemeinden der Teilnehmer/innen und über nationale und EU-Grenzen hinweg ein weiteres Ergebnis und eine kontinuierliche Vision dieses Projekts. Die Nachhaltigkeit dieses Projekts wird durch das geschaffene Netzwerk gesichert, das die intensiven Lernerfahrungen reflektiert und in seine Arbeit integriert.


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